WELLE 1 Neuvorstellung

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Alma – Chasing highs

  • Label: Universal / Island

Mit ihrer unglaublich souligen Stimme und den scharfsinnigen Lyrics bewegt sich Alma irgendwo zwischen Sia und Amy Winehouse. Kein Wunder, dass die Musikwelt neugierig darauf ist, wann, wie und wo die Karriere des 21-jährigen finnischen Energiebündels – das aktuell an Projekten mit MNEK, Rudimental, Charlie XCX, Sub Focus und 2 Inch Pub arbeitet – ihren Anfang nahm. „Ich glaube, einen richtigen Anfang gab es nie“, erinnert sich Alma. „Als kleines Mädchen erkannte ich einfach, dass ich mich beim Singen anders als sonst fühlte: sicher, gut, irgendwie besser. Das hat mir geholfen zu überleben, so klischeemäßig sich das auch anhören mag.“

Von Klischees ist Alma weit entfernt. Mit ihrer langen Mähne in Neonfarben, ihrem punkigen Kleidungsstil und ihrer extrem anziehenden No-Bullshit-Attitüde wirkt sie wie die Antithese zur typischen Pop-Prinzessin. „Sie sieht aus, als wäre die junge Adele als Cyber-Goth wiedergeboren worden und klingt wie Beth Ditto unter Tropical-House-Einfluss“, wie der britische Guardian erst kürzlich so treffend schrieb.

Alma wuchs in Finnland auf. Im Winterhalbjahr lebte sie in Helsinki, den Sommer verbrachte sie in Lappland. Und sie sang das ganze Jahr über. „Ich sang, wenn ich fröhlich war oder traurig oder wenn ich alleine im Dunkeln unterwegs war und etwas Angst hatte“, erzählt sie. In der Schule hatte sie mit ihrem Selbstbewusstsein zu kämpfen. Sie konnte sich zunächst nicht vorstellen, dass sie es drauf hat, Songs nicht nur zu singen, sondern auch selbst zu schreiben. Mit fünfzehn griff sie trotzdem zum Stift und probierte es einfach aus. Sie komponierte, textete und sang jeden Tag. Und sie trat auf, wann immer sie konnte. „Mir war früh klar, dass man in diesem Business nur dann erfolgreich ist, wenn man sich richtig reinhängt und von der Masse abhebt. Heute, sechs Jahre später, schreibt sie immer noch ihre eigenen Stücke, ebenso wie Tracks für andere Künstler, die sie mag.

Im März erscheint nun endlich ihre neue Single, die den passenden Titel „Chasing Highs“ trägt. „Ich bin ehrgeizig“, sagt sie gerade raus. „Aber ich möchte auch im Hier und Jetzt leben und denke nicht ständig über die Zukunft nach, über Konzerte in riesigen Hallen oder tolle Awards. Ich möchte weiter Songs schreiben, auftreten und mit Leuten zusammenarbeiten, die ich mag. Und einfach abwarten, was sich daraus ergibt.“

Video gibt es leider noch keines, sobald verfügbar wird es aber nachgereicht.